Die TK informiert: Zecken jetzt wieder aktiv

In Hessen ist die Zahl der Menschen, die 2008 an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erkrankt sind, auf den niedrigsten Stand der vergangenen Jahre gesunken. Darauf weist die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hin. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt elf Fälle gezählt – alle im Regierungsbezirk Darmstadt.

FSME-Erkrankungen wurden gemeldet im Landkreis Bergstraße (5), im Wetteraukreis (2), im Landkreis Groß-Gerau (1), im Main-Kinzig-Kreis (1),  im Odenwaldkreis (1) und im Landkreis Offenbach (1). Entsprechend der Definition der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut gelten die südhessischen Landkreise Bergstraße, Odenwaldkreis, Landkreis Groß-Gerau, Landkreis Offenbach, Main-Kinzig-Kreis, Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadtkreis Darmstadt als FSME-Risikogebiete. In Nordhessen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

"Die niedrige Anzahl der Erkrankungen führen wir auf das gestiegene Interesse der Hessen an FSME-Schutzimpfungen zurück. Tausende Hessen ließen sich im Jahr 2007 impfen", so Maik Findeisen, Impfexperte der TK.

Das FSME-Virus wird durch infizierte Zecken übertragen, sobald sich diese auf der Haut festsetzen und zu saugen beginnen. Von März bis November sind die Zecken aktiv. "Menschen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei einem Zeckenstichrisiko ausgesetzt sind, sollten mit ihrem Arzt sprechen, ob eine FSME-Impfung ratsam ist", empfiehlt Findeisen. Für Versicherte der TK, die in Risikogebieten innerhalb Deutschlands wohnen oder arbeiten, kann der Arzt die Kosten der FSME-Impfung über die Chipkarte direkt mit der TK abrechnen. Das gleiche gilt, wenn sich TK-Versicherte urlaubsbedingt in einem Risikogebiet aufhalten.

Für eine Impfung sind insgesamt drei Stiche nötig. Zwischen der ersten und der zweiten Spritze sollten etwa vier Wochen verstreichen. Mit der dritten Impfung nach etwa einem Jahr wird ein Langzeitschutz aufgebaut. Später sollte alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischung erfolgen. Kinder können ab dem ersten Lebensjahr geimpft werden.

Menschen, die sich in Wald und Wiese aufhalten, können sich bestmöglich gegen FSME schützen, indem sie stets Kopfschutz und geschlossene helle Kleidung tragen, auf der Zecken leichter erkennbar sind. Auch Insekten abwehrende Mittel, die auf der Haut aufgetragen werden, halten Zecken fern. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man sofort den Körper gründlich nach Zecken absuchen und rasch entfernen ohne sie zu quetschen. Hierfür sollte möglichst eine so genannte Zeckenpinzette verwendet werden. Danach muss die Wunde desinfiziert werden.

Die FSME ist eine besondere Form der Hirnhautentzündung. In 60 Prozent der Fälle heilt die Krankheit folgenlos aus. Bei etwa 10 Prozent können lebenslange Lähmungen zurückbleiben. Für ein bis zwei Prozent der Patienten endet die Krankheit sogar tödlich.

 

 

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