Bundesliga für lau

Pay-TV-Programme wie Sky sind für Studenten nicht zu bezahlen. Eine Alternative bietet das Internet mit den Livestreams. Doch wie brauchbar – und legal – ist das Ganze?

 

Es ist Freitagabend, 18 Uhr, das lange Bundesligawochenende beginnt. Einige Millionen Zuschauer werden bei Sky und dem Telekom-Paket LIGA total live dabei sein, bei bester Bild- und Tonqualität und zu saftigen Preisen. So ist es auch kein Wunder, dass findige Fußball-Fans ständig auf der Suche nach Live-Streams im Internet sind, und in den allermeisten Fällen wird der Fan auch fündig. Natürlich ist die Bildqualität der Streams nicht mit dem zu vergleichen, was Sky und die Telekom auf den Bildschirm zaubern, aber selbst ein verpixeltes Bild ist besser als überhaupt keines. Doch wie und wo findet man diese geheimnisvollen Live-Streams? Die einfachste Lösung, die ganz oft zum Erfolg führt, heißt schlicht und einfach “Google“. Wer bei dieser Suchmaschine kurz nach Anpfiff beispielsweise nach “HSV Mainz Live-Stream“ sucht, der wird oft auch fündig. Allerdings muss sich der Fußballfan daran gewöhnen, dass ganz viele der angezeigten Links ins Leere führen und im Normalfall mehrere Versuche nötig sind, bis man auf einen wirklich funktionierenden Stream mit akzeptabler Bild- und Tonqualität trifft.

Wenn trotz korrekter Webadresse statt eines Live-Streams nur ein schwarzes Rechteck auf dem Bildschirm erscheint, dann hilft es oft schon, das kleine Tool „Ultrasurf“ zu installieren. Das Programm verschleiert die IP-Adresse deines Rechners und ermöglicht es so, auf Webseiten zuzugreifen, die eigentlich für Zugriffe aus Deutschland gesperrt sind. Ein Beispiel für Anbieter, die Bundesliga-Live-Streams nur für ausländische Kunden zeigen dürfen, sind Sportwetten-Anbieter wie Bet and Win, Bet365 oder Betfair. Damit man diese Streams auch in Deutschland ansehen kann, benötigt man neben einem Wettkonto, das jeder über 18 kostenlos eröffnen kann, meist noch das oben genannte „Ultrasurf“ und einen positiven Kontostand. Wenn man es geschafft hat und der Stream läuft, ist dieser in aller Regel zuverlässig und qualitativ brauchbar. Muss ich jetzt ins Gefängnis?Vermutlich wirst du auf der Suche nach Livestreams oft auch auf sogenannte Peer-to-Peer-Dienste und -Player (P2P) stoßen, von deren Einsatz dringend abzuraten ist. Der Grund dafür ist rechtlicher Natur. Das Anschauen von Bundesliga-Streams über das Internet ist nämlich tatsächlich legal und stellt keine Verletzung des Urheberrechts dar. Diese Verletzung begeht dagegen der Anbieter, der die Inhalte trotz fehlender Rechte im Web anbietet. Benutzt man eine P2P-Software, ist man aber nicht nur passiver Zuschauer, sondern man wird gleichzeitig auch zum Anbieter des Inhalts, somit auch juristisch angreifbar und man handelt sich unter Umständen eine Abmahnung ein. P2P-Software basiert nämlich auf dem Prinzip einer Tauschbörse: Inhalte werden geteilt und der eigene Rechner fungiert, ohne dass der User es merkt, sowohl als Client als auch als Server für andere Nutzer. Nicht legal ist es weiterhin, die Streams aufzuzeichnen oder direkt auf entsprechende Streaming-Seiten zu verlinken.Adressen für Bundesliga-Streams: de.zaptiger.com, buli-streams.net, livetv.ru, ecssport.zer-o.eu, justin.tv


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